Spurenelemente
Spurenelemente
sind ebenfalls Mineralstoffe. Sie unterscheiden
sich von den Mengenelementen dadurch, dass sie unter
50 mg/kg Körpergewicht in unserem Organismus vorhanden
sind.
Zu den Spurenelementen gehören:
Chrom
Chrom kommt in der Muskulatur und in der Haut
vor. Es wird von unserem Körper zur Regelung des
Blutzucker- und Cholesterinspiegels benötigt.
Dieses Spurenelement nimmt man vor allem mit
Bierhefe, Linsen, Fleisch- und Vollkornprodukten
sowie Käse auf. Bei einem Mangel an Chrom (durch
künstliche Ernährung eventuell) können Diabetessymptome
auftreten.
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Vitamine,
Spurenelemente und Mineralstoffe
von Hans K. Biesalski, Josef Köhrle,
Klaus Schümann

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Eisen
Eisen kommt zu 75 Prozent im sauerstoffbindenden Protein
Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) und im Muskelfarbstoff
Mycoglobin vor. Es ist wichtiger Baustein dieser Stoffe
und vieler anderer Enzyme. Die Enzyme sind z. B. wichtig
für die Bildung von Kollagen und die Umwandlung von Beta-Carotin
in Vitamin A. Besonders rotes Fleisch, Leber, Gemüse, Hülsenfrüchte
und Vollkornprodukte enthalten viel Eisen. Dabei wird
das Eisen aus tierischen Lebensmitteln vom Körper besser
verwertet.
Fluor
Flour ist lebensnotwendig für die Festigkeit von Knochen
und Zähnen. Durch dieses Spurenelement wird auch die Widerstandsfähigkeit
gegen Karies gestärkt.
Schlechte Zähne bei Kindern sind oft auf Flourmangel
zurückzuführen. Zuviel Flour führt zur Zahnschmelzflourose,
welche sich durch weißliche bis bräunliche Flecken im
Schmelz bemerkbar macht.
Reich an Flour sind Lebensmittel wie Schwarzer Tee, Seefisch,
Fleisch, Fisch und Leitungswasser.
Jod
Als Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodhyronin
wird Jod zu 70 Prozent in der Schilddrüse gespeichert. Die
Schilddrüsenhormone sind für die Zellteilung, das Zellwachstum,
für die Stoffwechselaktivierung und die Stimulation der
Wärmeproduktion verantwortlich.
Durch Jodmangel kann sich ein Kropf bilden, der zu Schluck-
und Atembeschwerden führen kann. Zu viel Jod führt zur Überfunktion
der Schilddrüse. Einen hohen Jodgehalt haben vor allem Meerestiere.
Ansonsten hängt der Anteil in pflanzlichen und tierischen
Nahrungsmitteln vom Jodgehalt des Bodens ab (in Deutschland
recht gering).
Kobalt
Hauptsächlich wird Kobalt in der Leber gespeichert. Als
Bestandteil von Vitmanin
B 12 kann es eine Reihe von Enzymen aktivieren. Kobalt wird
ausschließlich über die Vitamin B 12-Zufuhr (hauptsächlich
aus tierischer Nahrung) aufgenommen.
Mangelerscheinungen
sind nicht bekannt. Anorganisches Kobalt kann bei Überdosierung
zu Herzmuskelschäden führen. Außerdem kann
Kobalt Allergien auslösen.
Kupfer
Kupfer kommt in der Muskulatur, in der Leber, im Skelett
und in vielen Enzymen, die vor freien Radikalen schützen,
vor. Es ist wichtig für das Knochenwachstum und die Bindegewebsbildung.
Außerdem spielt Kupfer eine wesentliche Rolle im Eisenstoffwechsel.
Es ist aber auch beteiligt an der Haut- und Haarpigmentierung.
Kupfermangel führt zu Blutarmut und Verminderung der Hautpigmentierung.
Da Kupfer in Wechselwirkung zu Vitamin C und Zink steht,
kann bei erhöhter Einnahme dieser Stoffe leicht ein Kupfermangel
eintreten. Reich an Kupfer sind zum Beispiel Innereien,
Fische, Schalentiere, Nüsse und Kakao.
Mangan
Mangan wird vom Körper für den Aufbau von Knorpel- und
Knochengewebe benötigt. Es ist außerdem für viele am Stoffwechsel
beteiligte Enzyme wichtig. Weitere Aufgaben von Mangan sind
die Mithilfe bei der Bildung der Schilddrüsen- und Sexualhormone
sowie die Unterstützung bei der Verarbeitung von Cholesterin
und der Insulinproduktion.
Manganmangel oder eine Überdosierung von Mangan tritt normalerweise
nicht auf. Gute Manganquellen sind Getreide, Reis und Hülsenfrüchte.
Molybdän
Ein wichtiger Bestandteil der Enzyme, die an der DNS- und
RNS(Erbsubstanz)-Herstellung beteiligt sind, ist Molybdän.
Dieses Spurenelement wird außerdem für die Harnsäureproduktion
und für Enzyme, die es dem Körper ermöglichen aus Fett Energie
zu gewinnen, benötigt.
Bestimmte Faktoren können die Aufnahme von Molybdän behindern.
Allgemein wird der Stoff aber gut aus der Nahrung resorbiert.
Mangelerscheinungen sind kaum bekannt. Bei bestimmten Gruppen
(Menschen mit Darmerkrankungen z. B.) wurde ein Mehrbedarf
an Molybdän festgestellt.
Wichtige Molybdänquellen sind vor allem Hülsenfrüchte,
Weizenkeime, Innereien, Milchprodukte und Gewürzpflanzen
wie Dill, Petersilie, Schnittlauch.
Nickel
Nickel wird vom menschlichen Organismus nur in geringen
Mengen benötigt. Es ist hauptsächlich in der DNA und RNA
enthalten. Größere Mengen dieses Schwermetalls sind bereits
für den Menschen giftig. Es gibt viele Menschen, die durch
dieses Spurenelement Kontaktallergien bekommen. Vor allem
bei Kontakt mit Modeschmuck, Brillengestellen, Gürtelschnallen,
Knöpfe oder Münzen können bei dieser Gruppe Hautexzeme,
die oft stark jucken, auftreten. Dabei begünstigt Schwitzen
diesen
Juckreiz. Aber auch durch die Nahrung aufgenommene Nickelanteile
können Allergien
ausgelöst
werden.
Nickel ist in extrem vielen Lebensmitteln enthalten. Besonders
reich an Nickel sind Hülsenfrüchte
(Erbsen, Linsen, Bohnen),
Gemüse wie Brokkoli, Wirsing, Pilze, Spargel, Zwiebeln,
Mais, Spinat, Tomaten, grüner Salat,
Vollkornprodukte (Buchweizen, Roggen, Gerste, Hafer, Weizen),
Backzutaten wie Trockenhefe, Backpulver sowie Nüsse, Kakao
und Schokolade u.a.
Mangelerscheinungen treten normalerweise aufgrund des reichhaltigen
Angebotes nicht auf.
Selen
Selen ist ein Antioxidans, welches die Zellen als Enzymbestandteil
zusammen mit anderen Radikalfängern vor oxidativen Schäden
schützt. Dieser Vitalstoff bewirkt eine Erhöhung der körpereigenen
Residenz gegen Krankheitskeime und Viren. Außerdem ist Selen
für die Erhaltung der Organfunktionen notwendig und besitzt
krebsschützende Wirkung.
Ein Mangel an Selen kann zu Herzstörungen, Gelenkerkrankungen,
Muskelschmerzen führen.
Die Hauptlieferanten von Selen sind Rind, Kalb,
Wurst, Fisch, Eigelb, Huhn, Schwein, Roggenbrot, Linsen,
Spargel und Kartoffeln.
Vanadium
Vanadium ist ein wichtiges Spurenelement für den menschlichen
Körper. Es wird vor allem als Unterstützung der Aufgaben
verschiedener Enzyme und für das Knochen- und Zellwachstum
benötigt.
Mangelerscheinungen sind nicht bekannt. Übermäßige Vanadiumzufuhr
führt zu Magen-Darm-Beschwerden und Verfärbungen (grünlich
schwarz) auf der Zunge.
Besondere Vanadiumquellen sind Fisch, Fleisch, Dill, Oliven
und Radieschen.
Zink
Zink ist mit 2 - 3 Gramm im Körper nach Eisen das zweitwichtigste
Spurenelement für den Menschen. Es ist ein wesentlicher
Bestandteil
vieler verschiedener Enzyme des Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels.
Zink trägt zur Stärkung des Immunsystems bei und ist zudem
an der Spermabildung und Insulinspeicherung beteiligt.
Außerdem stabilisiert dieses Spurenelement die Zellmembranen.
Relativ viel Zink ist in Lebensmitteln tierischer Herkunft
(Fleisch, Fisch, Milch etc.) enthalten im Gegensatz zu Pflanzlicher
Nahrung, welche relativ
wenig Zink enthält und außerdem noch schlecht vom
Körper
aufgenommen wird.
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